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Medizinische und psychotherapeutische Hypnotherapie/Hypnose

Die Verwendung von Hypnose in der Medizin ist historisch für etwa 7000 Jahre gesichert und es gibt sie seit ca. 230 Jahren auf wissenschaftlicher Ebene.

Die Fähigkeit in Trance zu gehen, ist uns Menschen angeboren und wird in der Hypnotherapie dazu genutzt, um Kontakt mit dem Unbewussten aufzunehmen. Psychosomatische Erkrankungen sowie Angst und z. T. Depressionen entstehen auf unbewusster Ebene als Ausdruck von Traumata, Konflikten oder chron. Stresssituationen und können deshalb auch über die Arbeit und die Kommunikation mit dem Unbewussten wieder gelöst werden.

Häufig ist mit Hypnose die Vorstellung verbunden, dass der Mensch die bewusste Kontrolle über die Realität verliert und zu Handlungen gezwungen werden kann, die er gar nicht ausführen will. Das gibt es nur als Unterhaltung in der Showhypnose.
In der medizinischen Trance hat der Patient jederzeit die Möglichkeit, „auszusteigen“ und er hat jederzeit die Kontrolle und steht in ständiger Kommunikation mit dem Hypnotherapeut.

Bei der klassischen Hypnose steht die Suggestion im Vordergrund. Der Hypnotherapeut suggeriert dem Patienten etwas, von dem er glaubt, dass es gut für ihn sei.
Anders in der selbstorganisatorischen Hypnose. Hier wird eine Kommunikationsebene zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewusstem des Patienten hergestellt und die Heilung erfolgt ausschließlich durch die Weisheit und das Wissen des Unbewussten des Patienten.

Selbstorganisatorische Hypnose

Unsere Psyche ist in der Lage, sich selbst zu organisieren und zu heilen. Dazu bietet die moderne selbstorganisatorische Hypnose die optimale Methode. Sie arbeiten mit dem Wissen und der Kreativität ihres Unbewussten. Was auch immer das ursprüngliche Problem war, ihr Unbewusstes weiß über die Entstehung des Problems. Und was entscheidend ist, es weiß, weshalb Probleme und Konflikte nicht gelöst worden sind, und weshalb sich als suboptimaler Lösungsansatz Symptome gebildet haben.

Selbst-Individuation und Symptombildung

Mit dem Begriff der Selbst-Individuation von C.G. Jung wird eine Art innere Weisheit bezeichnet, wie der einzelne Mensch sich entwickeln soll und wie ihm dadurch ein sinnvolles und glückliches Leben möglich ist. Diese Selbst-Individuation ist allen Menschen ein Bedürfnis, deren Umsetzung ein Leben lang angestrebt wird. Sie kann auch als Selbstverwirklichung bezeichnet werden. Das kann von Anfang an gut laufen und der Mensch lebt glücklich und zufrieden und kann seinen individuellen Lebensplan umsetzen. Ein stabiles Gleichgewicht ist erreicht. Wird der Mensch aber in seiner Entfaltung und Entwicklung gehemmt, z.B. durch Unglück, zu hohe Belastung, familiäre Konflikte, seelische Verletzungen, Kindheitstraumata usw., so entwickeln sich Symptome als suboptimale Lösung in dem Bestreben des Unbewussten, das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Die Symptome bleiben so lange bestehen, bis der Mensch sich entscheidet, im weitesten Sinne etwas in seinem Leben zu verändern. In der selbstorganisatorischen Hypnose werden Symptome daher auch nicht automatisch als feindlich angesehen, sondern als Botschaft dafür, dass ein Problem gelöst werden muss. Über die Hypnose wird dem Unbewussten Raum gegeben, sich mitzuteilen und Sie haben die Möglichkeit zu erfahren, was genau der Hintergrund der Symptome ist und was geschehen muss, damit die Symptome verschwinden dürfen.

Selbst-Heilung

Selbstorganisatorische Hypnose ist ein Selbst-Heilungsprozess. Jeder Schritt in der Therapie wird durch das Unbewusste des Patienten geprüft und auch gegebenenfalls abgelehnt. Das Unbewusste kennt die Lösung und bereitet auch zwischen den einzelnen Sitzungen Lösungsschritte in genau dem richtigen Tempo vor. Es werden individuelle Lösungen entwickelt, die genau zu ihrer Person und Lebenssituation passen. Das Unbewusste ist in besonderer Weise fähig, Gesamtzusammenhänge zu erkennen und Verbindungen herzustellen, die uns über die Ratio nicht zugänglich sind.
Der Hypnotherapeut stellt eine Methode zur Verfügung, die es dem Patienten ermöglicht Lösungsstrategien aufzubauen, an denen er dann mit der erlernten Selbsthypnose arbeiten kann.
Das erklärt die schnelle und nachhaltige Wirkung der selbstorganisatorischen Hypnose.

Die Methode ist auch bei seelisch gesunden Menschen eine Möglichkeit, Kreativität oder Konzentration zu fördern oder den Erfolg im Beruf zu verbessern. Die Selbst-Entwicklung mithilfe der eigenen Kreativität und der Weisheit des Unbewussten ist für jeden nutzbar.

Anwendungsgebiete

  • psychosomatische Erkrankungen
  • Ängste und Phobien
  • Depressionen
  • Selbstwertproblematik
  • Trauerarbeit
  • Stressmanagement
  • Schmerztherapie
  • posttraumatische Störungen
  • Schlafstörungen
  • Selbstentwicklung
  • Motivationsstörungen
  • Traumatherapie
  • Prüfungsangst

uvm.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in der Hypnose gegen meinen Willen manipuliert werden?

Nein. Sie haben immer die Kontrolle und Veränderung kann nur mithilfe Ihres Unbewussten stattfinden.

Kann ich denn überhaupt hypnotisiert werden?

Die Fähigkeit zur Trance ist uns angeboren.

Kann es sein, dass mir plötzlich schlimme Dinge aus der Vergangenheit bewusst werden?

Ja, das ist möglich. Ihr Unbewusstes schützt Sie aber vor „zu viel auf einmal“ und ist außerdem in der Lage, durch Kreativität und Ressourcenoptimierung unterschiedliche Schutzmechanismen anzubieten.

Was ist die Weisheit des Unbewussten?

Der größte Teil unserer gedanklichen Aktivität läuft unbewusst ab. Lediglich ein kleiner Teil davon kommt an die Oberfläche und wird somit bewusst. In Trance kann das Bewusstsein mit dem Unbewussten in Kontakt treten und diese stärkste, innere Ressource zur Problemlösung heranziehen.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Die selbstorganisatorische Hypnose als wirksame Psychotherapie ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.
Der Umfang der privaten Krankenversicherungen ist unterschiedlich. Hier bitte ich meine Patienten, sich bei der Kasse wegen einer Kostenübernahme zu erkundigen.
Auch beihilfeberechtigte Personen sollten sich bei der Beihilfe erkundigen.

Ist die Therapie dann nicht sehr teuer?

Hypnosetherapie ist in der Regel sehr wirksam und viele Patienten können ihre Probleme in wenigen Sitzungen lösen. Im Durchschnitt werden 6-8 Sitzungen benötigt. Der Abstand zu den einzelnen Behandlungen sollte 7-14 Tage betragen. Im Verlauf kann der Abstand verlängert werden, sollte aber 4 Wochen nicht überschreiten.

Die Abrechnung erfolgt analog über die Ziffer 870A nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und beträgt €101,- pro Behandlung.